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Wann begann sie?
Das Wüten des Sandtreibens bewirkte, dass die Bevölkerung ihre Höfe abreissen und sie weiter ins Landesinneren versetzen musste – oft in Moorgebiete, die niemand sonst haben wollte. In Rubjerg zog man in den südlichen, vom Sandtreiben nicht betroffenen Teil der Gemeinde, nach Ulstrup, um.

Man weiss, dass Rubjerg Mitte des 16. Jahrhunderts 18 Höfe zählte. 30 Jahre später waren nur noch 5 davon übrig. Man kann sich vorstellen, wie es gewesen sein muss, seinen Erbhof aufzugeben, der ohne Weiteres schon seit der Wikingerzeit hier gelegen haben konnte. Viele waren sicher starrsinnig, und haben daran geglaubt, dass das Sandtreiben nach 10 oder 20 Jahren aufhören würde. Aber es hielt tatsächlich 300 Jahre an.
Warum begann das Sandtreiben?
Die Karte zeigt Gebiete mit häufigerem Auftreten von Flugsand in Dänemark.
Es gibt wahrscheinlich zwei Hauptursachen: das Klima und die Ausnutzung der Natur durch den Menschen. Im Zeitraum von 1400-1750 liegt die Temperatur ca. 2 Grad tiefer als heute. Diese Periode wird „ die kleine Eiszeit“ genannt. Sie hat ihren Höhepunkt 1550-1700, als das Klima kalt und stürmisch ist. Die Gletscher wachsen in Skandinavien. Es gibt Berichte von Eisbergen in der Nordsee. Der Meeresspiegel liegt ca. einen Meter tiefer, was breitere Strände zur Folge hat, wo der Sand leicht weggeblasen werden kann. Bei Rubjerg, wo der Sand aus der Steilküste stammt, haben die vielen Stürme höchstwahrscheinlich häufiger zu Hangrutschen geführt, und das stürmische Klima hat den freigegebenen Sand landeinwärts verfrachtet.

In der Periode 1400-1750 wird aller Wald in West-Vendsyssel gerodet, und es gibt keine Windschutzstreifen. Die Sanddünen sind Allgemeinbesitz. Je häufiger das Sandtreiben einsetzt, desto mehr entsteht der Bedarf  das Dünengelände als Weideland zu nutzen. Umso mehr als die Fischerei im 17. Jh. fehlschlägt. Der Dünenbewuchs (Helmgras und Strandhafer) wird  zum Dachdecken und Körbeflechten eingesetzt, als Futter, Streu, zur Seilherstellung oder als Brennstoff genutzt. Aus den Körnern wird Mehl gemahlen und die Wurzeln werden als Brennstoff  oder für Bürsten gebraucht. Die Sanddorngestrüppe werden gerodet, um neues Weideland oder Brennstoff zu gewinnen. Die schützende Pflanzendecke, die den Sand zusammenhält, verschwindet und der Wind hat nun freies Spiel den Sand ins Landesinnere zu blasen. 
Die Karten zeigen, in welchen Gemeinden Vendsyssels das Sandtreiben erwähnt wird.
Versuche in diesem Spiel das Dorf vor dem Wüten des Sandtreibens zu retten.
Lässt sich in eigenem Fenster öffnen
 
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